Kulturelle Informationen
 

Golubacki Grad

Festung aus dem 13. Jahrhundert

 
    Aus: Kulturna riznica Srbije / The Cultural Treasury of Serbia,
Novinsko-izdavacki centar vojska, Beograd, 1996
Natioanlpark Djerdap: www.npdjerdap.co.yu
Verweise zur Literatur über dieses Thema finden Sie am Ende dieser Seite.

Golubacki Grad und seine Geschichte

Die Ruinen der mittelalterlichen Stadt Golubac befinden sich ca. 15 km von Veliko Gradiste entfernt, am rechten Donauufer.
Erbaut wurde die Stadt von den Ungarn oder von den Serben in der zweiten Hälfte des 13. Jh.. Sie war günstig an einer Stelle gelegen, an der die Donau enger wird, sodaß der gesamte Flußverkehr kontrolliert werden konnte.
Vor Angriffen vom Land her war die Stadt durch ihre natürliche Lage geschützt, da sie sehr gut dem felsigen Gelände angepaßt war.
Nach der serbischen Niederlage auf dem Amselfeld (1389) ging die Stadt in die Hände der Türken über. Seitdem wechselte sie bis Ende des 18. Jh. häufig die Herren: je nach Kriegslage hielten sie Türken, Ungarn, Serben oder Österreicher besetzt. Nach dem zweiten serbischen Aufstand gegen die Türken (1815) kam die Festung endgültig unter serbische Kontrolle und verlor ihre strategische Bedeutung als Verteidigungs- und Grenzposten.

Architektur

 
Wie alle mittelalterliche Festungen, ist auch Golubac nicht in der ursprünglichen Bauform erhalten geblieben. Sie zählt aber in ihrer Art zu den besser erhaltenen.
Sie gehört zum Typ der größeren Festungen, die aus zwei Befestigungsringen bestanden. Vor dem äußeren Ring war ein Wassergraben angelegt, über den nur mit Hilfe einer Brücke der Weg in die Stadt führte.
Die Stadt hatte neun Verteidigungstürme, die 20 -25 m hoch und untereinander mit einer 2 -3 m dicken Mauer verbunden waren.
Die Spezialisten für mittelalterlichen Städtebau können den Charakteristika des Baues entnehmen, daß die Festung aus der Zeit der Verwendung 'kalter' Waffen stammt. Spätere Umbauten zur Verteidigung vor Feuerwaffen sind aber ebenfalls sichtbar. Am deutlichsten zeigen sie sich bei den Türmen: Die Ecken wurden abgerundet, um gegen Granatwerfer besser standhalten zu können.
Überlebenswichtig für eine Stadt waren solche Türme am Wasser, die durch die Verteidigungsmauer mit der übrigen Stadt verbunden waren: Dadurch konnte eine reibungslose Wasserversorgung sichergestellt werden, auch im Falle einer Belagerung.
Reiches archäologisches Material umfasst Metalwerkzeuge und Waffen, Keramik, sowie in etwas geringerem Maße Geldmünzen.
 
Wenn Sie sich für Golubacki Grad interessieren, können
Sie hier nach Büchern zu diesem Thema suchen:
Suche starten
Daneben empfiehlt es sich, auch in den Inhaltsverzeichnissen der Zeitschriften
'Starinar', 'Saopstenja' und 'Zbornik Radova' nach entsprechenden Artikeln zu suchen.
Hierzu verwenden Sie am besten unsere Volltext-Suche
  BEO-BOOKS
Bücher aus Serbien, Katarina Belovukovic
Sitemap Impressum zum Seitenanfang