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Allgemeine Charakteristika der Zeit
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Nach dem Fall von Smederevo (1459) flohen die letzten Herrscher des serbischen
Despotats zum ungarischen König, unter dessen Schirmherrschaft ein neues
serbisches Despotat in Srem gegründet wurde.
Danach entstanden unter päpstlicher Führung mehrere christliche Allianzen
westeuropäischer Staaten gegen die Türken allen voran die unmittelbar
betroffenen Ungarn und Österreich. Da die Auseinandersetzungen
auf serbischem Boden ausgetragen wurden, haben sich den Kämpfen in der Regel
auch Serben angeschlossen. Nach den etappenweisen Siegen und insbesondere nach
den Niederlagen, zogen sich die christlichen Heere zurück die
einheimische Bevölkerung blieb den Repressalien der Türken ausgesetzt.
Dies wiederholte sich bis zur Schlacht bei Kacanik 1689, als das österreichische
Heer eine vernichtende Niederlage erlitt. Im Jahr darauf waren alle serbischen
Führer, vor allem die geistlichen, gezwungen, das Land beim Rückzug des
österreichischen Heeres zu verlassen. Zusammen mit ihnen verließen,
insbesondere aus dem Kosovo, rund 300.000 Einwohner ihre Heimat in Richtung Ungarn.
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Der Verlust der staatlichen Unabhängigkeit hat sich maßgeblich auf die
Entwicklung der Kunst ausgewirkt. In der neuen Heimat fand eine rege Bautätigkeit
statt: In den Gebirgen von Fruska Gora, südlich von Novi Sad, entstand eine
Ansammlung von 17 Klöstern. Aber auch in den alten Gebieten wurde weiter gebaut,
wenn auch nicht so repräsentativ wie früher. Es entstand eine Reihe von
Klöstern in den Ovcar und KablarGebirgen, sowie Kirchengruppen in den
Gebieten Sredacka Zupa und Sirinic, um nur einige zu nennen.
Die Stifter waren nicht mehr nur die Landesherren der Kreis weitete sich aus:
Als Stifter traten nun Mönche, wohlhabende Privatleute und Stammesfürsten auf; ja
sogar Handwerker, Bauern oder ganze Dorfgemeinschaften.
In der Architektur wurden stilistisch sowohl die Tradition der RaskaSchule, als auch die der
MoravaSchule weiter verfolgt. In der Wandmalerei, die einen Aufschwung nach der Erneuerung
des Patriarchats von Pec (1557) erlebte, sind insbesondere griechische Einflüsse vom Athos
und aus Kreta erkennbar. In den Persönlichkeiten von Longin, Kozma und Radul erlebte
die serbische Freskenkunst einen letzten Höhepunkt.
Mit der Auswanderung der Bevölkerung 1690 trat auch in der Kunst eine große
Zäsur ein: Es wurde nichts Bedeutendes mehr gebaut und die Wandmalerei war von
provinziellem Geschmack.
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