Kulturelle Informationen
 

Lepenski Vir

Eine Siedlung aus dem Mesolithikum und Neolithikum

Aus: Lepenski Vir Guide, National Museum - Belgrade, Belgrad 1979
Lepenski Vir-Seite: www.yurope.com/people/nena/Vir
Natioanlpark Djerdap: www.npdjerdap.co.yu
Verweise zu Literatur über dieses Thema finden Sie am Ende dieser Seite.

Lepenski Vir

Die Lokalität Lepenski vir befindet sich am rechten Donauufer im Eisernen Tor. Nach Entdeckung einer kleinen neolithischen Siedlung brachten systematisch durchgeführte Untersuchungen in der Zeit von 1965 bis 1970 Material ans Licht, mit dem niemand gerechnet hatte.
Zum Vorschein kam eine Kultur, die über den Zeitraum zwischen 6.500 und 4.500 v. Chr. hier in mehreren Phasen ihre Spuren hinterlassen hat. Die wichtigste jedoch ist die letzte Phase - die sogenannte "Lepenski Vir III", die zwischen 5.300 und 4.500 v. Chr. datiert wird. Die besondere Bedeutung der "Lepenski Vir III" Kultur liegt darin, daß ihre Bewohner die bislang älteste bekannte, seßhafte Population von Ackerbauern und Viehzüchtern in Europa waren.
Das gefundene Materal stammt aus allen Phasen von Lepenski vir. Es umfaßt zahlreiche Stein-, Knochen- und Hornwerkzeuge, verschiedenartigen Schmuck und Steinplatten mit eingeritzten Jagdszenen. Sicherlich die verblüffendsten Entdeckungen sind aber monumentale Steinskulpturen, die zu den ältesten ihrer Art auf der Welt zählen. Die Archäologen vermuten, daß es sich um Darstellungen von Donaugottheiten handelt.
Diese bis dato einmaligen und nur von dieser Lokalität her bekannten Funde veranlaßten in den folgenden Jahren umfangreiche Ausgrabungen im gesamten Bereich des Eisernen Tores - und die Archäologen wurden fündig: Die Ausgrabungen in Kozica, Gospodjin Vir, Pesaca, Lepenska Podkapina, Vlasac, Hajducka Vodenica ... lieferten ähnliches Material. Doch Lepenski Vir war das Zentrum dieser Kultur und danach wird sie auch benannt.

Lepenski Vir heute

Zum Schutz der Ausgrabungsstelle vor Donauüberschwemmungen wurden die archäologische Reste in den siebziger Jahren auf ein Plateau ca. 100 m höher verlegt. Das darüber angebrachte Schutzdach verhindert aber den freien Blick und eine Übersicht über die gesamte Anlage.
Pläne zur Errichtung einer neuen, großzügigeren Dachkonstruktion, die Schutz und besseren Zugang zu den Objekten vereinen soll, gibt es. Sie müssen aber in der Schublade auf eine bessere finanzielle Lage des Kultusministeriums warten ...
Funde können sowohl im Museum vor Ort besichtigt werden, als auch im Nationalmuseum in Belgrad und im Archäologischen Museum Djerdap in Kladovo.
  Museum in Lepenski Vir
 
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